Ein Schritt findet stehts den nächsten
Die letzten Spuren sind schon weg gewaschen
vom Regen aus den Wolken der Vergangenheit
Egal wie tief man eingesunken ist
Blickt man zurück ist der Weg nicht nachvollziehbar
Der Wald um einen schluckt die Schneise
die man mühevoll mit den Händen sich gebahnt
Berge, Täler wurden eingeebnet...
Steht man aufrecht, blickt nach vorne
sieht man undurchdringbar scheinendes Dickicht
Soll man voran gehen oder weiter rasten?
Es könnte sich ja um Dornenbüsche handel
So wartet man, immer noch im Regen stehend,
langsam versinkend im Schlamm des Zwiespalts
Als man an sich herunter blickt
sieht man eine Reflektion des Mondlichts blitzen
Neugierig, tastend sucht man dessen Ursprung
doch ein Schmerz durchzuckt den Körper
Verängstigt zieht man schnell die Hand zurück
und im nächsten Augenblick wärmt vergoss'nes Blut
Die Wunden leckend beäugt man kritisch
was da bisher durch den Schlamm verdeckt
seit beginn der Reise an seiner Seite weilt
Man entdeckt nen Griff und nimmts an sich
In den Händen funkelt nun ein Schwert
Zweischneidig und mit dem eig'nen Blut befleckt
findet man in seiner Spiegelung Erkenntnis
Das man seit je her als Krieger ausgestattet war
Ein, zwei Hiebe teilen das strüppige Dickicht
das bisher so undurchdringlich, unantastbar schien
Und mit Liebe und neu geschöpftem Mut
folgt man wieder der Leidenschaft des Wanderns